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Gemeinde Aldenhoven

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Grußwort vom 14.03.2024

Bürgermeister Ralf Claßen

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, 

kurz vor dem kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März schreibe ich dieses Vorwort. Gerade heute genießen wir den ersten warmen Tag mit Temperaturen knapp unter 20 Grad. Die ersten zaghaften Frühlingsanzeichen, auf die wir so lange gewartet haben, sind bereits allerorten zu erkennen. Wir dürfen - trotz der andauernden Krisen in der Welt - optimistisch in das begonnene Jahr blicken. Lassen Sie uns gemeinsam das Beste daraus machen.

Optimismus ist auch in diesem Jahr wieder hinsichtlich des Haushaltes der Gemeinde angebracht. Ich gehe davon aus, dass wir auch in diesem Jahr keine Erhöhung der Realsteuern (Grundsteuern A und B sowie Gewerbesteuer) vornehmen müssen. Hier können wir noch anders planen als manch andere Nachbarkommune, obgleich sich aufgrund unserer dauerhaften Unterfinanzierung durch Land und Bund in der Ferne bereits dunkle Wolken am Horizont abzeichnen. Es gibt verschiedene Wege, damit umzugehen und ein Weg könnte beispielsweise die regelmäßige, bedarfsgerechte Anpassung der Steuern an die allgemeine Teuerungsrate darstellen. Denn die allgemeinen Steigerungen der Personal-, Sach- und Energiekosten wirken sich unmittelbar auch auf die Gemeinde Aldenhoven aus. So haben wir mit dem ersten Haushaltsentwurf den Vorschlag einer leichten Anhebung der Gewerbesteuer eingebracht, um eine entsprechende Diskussion im Gemeinderat anzustoßen. Damit verbunden haben wir in der Verwaltung die Maxime zugrunde gelegt, die Bürgerinnen und Bürger mit Wohneigentum und landwirtschaftlich genutzten Flächen aktuell nicht zusätzlich durch die Erhöhung der Grundsteuern zu belasten.

Manchen von Ihnen wird es freuen, dass wir auch in 2024 wieder den gut dotierten Heimatpreis verleihen können. Erfreulicherweise hat uns die Bezirksregierung Köln sehr zeitnah auf unseren eingereichten Förderantrag hin einen Förderbescheid für das Jahr 2024 erteilt. Zudem hat der Gemeinderat im Vorjahr die Umsetzung des Heimatpreiswettbewerbs auch in den Jahren 2023 bis 2027 beschlossen. Mittels der zugesagten Förderung können wir nun auch in 2024 wieder einen Wettbewerb um den mit 5.000 Euro dotierten Heimatpreis ausloben. Ich freue mich, dass wir somit auch in diesem Jahr wieder eine tolle Gelegenheit für entsprechendes Engagement von Einzelpersonen, Vereinen oder Initiativen bieten können. Hier besteht die Möglichkeit, mit guten Ideen für sich und für die Gemeinschaft schöne Projekte umzusetzen und dafür mit einem Preis ausgezeichnet zu werden."

Mit dem kommenden Frühjahr beginnen auch die traditionellen Dorf- und Vereinsfeste in unserer Gemeinde. Die Freude am gemeinsamen Feiern war bei ganz vielen Menschen bereits bei den zahlreichen Karnevalsveranstaltungen in unserer Gemeinde und darüber hinaus zu spüren. In diesem Jahr stehen neben den traditionellen Vereinsfesten in Dürboslar und in Siersdorf zwei Vereinsjubiläen an: Vom 14.06. bis zum 17.06.2024 feiert das Trommlercorps Dürboslar 1924 e.V. sein 100jähriges Bestehen und vom 30.08. bis zum 01.09.2024 begeht dann die Interessengemeinschaft Rosenmontagszug 1969 Siersdorf e.V ihre große Jubiläumsfeier 5x11 Jahre. Bitte merken Sie sich diese Termine bereits heute vor und freuen Sie sich mit mir und unseren Jubilarvereinen auf die anstehenden Feierlichkeiten.

Eine sehr gute Nachricht für die Gemeinde Aldenhoven dieser Tage lautet: Das CVM - Center for Vertical Mobility Aldenhoven wird "Ankerprojekt" des Strukturwandels im Rheinischen Revier. Das ist ein großer Erfolg nach jahrelanger, gemeinsamer und intensiver Vorarbeit für uns. Aber was ist ein "Ankerprojekt" und was bedeutet das? In den kommenden drei bis fünf Jahren sollen 19 Ankerprojekte des Strukturwandels im Rheinischen Revier realisiert werden. Das hat in dieser Woche NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in den Räumen der Zukunftsagentur Rheinisches Revier in Jülich bekanntgegeben. Fünf Projekte sind im Kreis Düren angesiedelt. Aus unserem indeland zählen die klima- und ressourceneffiziente Gebäudeplanung nach "Faktor X", der Brainergy Park Jülich und das geplante Center for Vertical Mobility in Aldenhoven dazu. Daneben haben es die Modellpapierfabrik in Düren sowie die Papierfabrik Zerkall, in der alternative Faserrohstoffe entwickelt werden, auf die Liste der besonders zu fördernden Projekte geschafft.

Die 19 Ankerprojekte, die aus insgesamt über 300 Einzelprojekten ausgewählt wurden, umfassen insgesamt 31 Vorhaben im Revier. Sie sind das Ergebnis eines Auswahlprozesses zwischen der Landesregierung und den beteiligten Kommunen. Alle Projekte sollen in den nächsten drei bis fünf Jahren realisiert werden. Alle Projekte sind wichtig und werden unsere Region über kurz oder lang nach vorne bringen und Arbeitsplätze schaffen. Ich durfte mich bei der Bekanntgabe aber besonders darüber freuen, dass das in unserer Gemeinde Aldenhoven angesiedelte Vorhaben "Center for Vertical Mobility" (CVM) zu einem der 19 bedeutenden "Ankerprojekte" gehören wird. Es ist eine Maßnahme des Gesamtprojektes "Aviation im Rheinischen Revier". Mit dem Center for Vertical Mobility soll ein bundesweit einmaliges Kompetenz- und Testzentrum rund um das Thema Vertikale Mobilität im Rheinischen Revier geschaffen werden. Unter der Projektbezeichnung "Aviation im Rheinischen Revier" sind das Aldenhovener CVM, der Forschungsflughafen Würselen-Aachen "Merzbrück" sowie der Flughafen Mönchengladbach mit unterschiedlichen Vorhabenschwerpunkten zusammengefasst. Die Umsetzung des CVM erfolgt vor Ort durch das Institut für Flugsystemdynamik der RWTH Aachen University. Schon bald werden die ersten Arbeiten am Standort des CVM auf dem Future Mobility Park in Siersdorf sichtbar werden. Gleichzeitig laufen die Planungen für den neuen Firmen- und Hotelkomplex am Ortsrand von Siersdorf weiter. Hierzu hat der Bauausschuss der Gemeinde ebenfalls in dieser Woche den Auftaktbeschluss für das erforderliche Änderungsverfahren zum Bebauungsplan gefasst.

In vielen Straßenbereichen der Gemeinde werden derzeit Tiefbaumaßnahmen zur Verlegung von Glasfaserleitungen durchgeführt. Alle drei anbietenden Unternehmen SOCONET/DN-Connect, UGG und Telekom sind aktiv und lassen ihre Strecken verlegen. Dabei haben wir es geschafft, dass sich die Bauteams vor Ort in regelmäßigen Besprechungen miteinander abstimmen, um sich nicht gegenseitig zu stören und die Belastungen für die Anwohner möglichst gering zu halten. Verwaltungsmitarbeiter sind regelmäßig an den Baustellen präsent, um nach Möglichkeit den Fortgang der Arbeiten und die sachgerechte Durchführung zu überwachen. Dies bindet leider erhebliche Personalkapazitäten und führt zu Verzögerungen bei anderen Gewerken, die wir aber in Kauf nehmen müssen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Verlegearbeiten trotz aller Bemühungen mit Belastungen verbunden sein können. Freuen wir uns darüber, dass am Ende die Verfügbarkeit schnellen Internets auf Glasfaserbasis im gesamten Gemeindegebiet steht und das bei gleichzeitiger Verfügbarkeit mehrerer Wettbewerber mit ihren unterschiedlichen Angeboten. Dies wird in diesem Umfang so in keiner anderen Kommune der Region angeboten.

In diesem Sinne, viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe und freuen Sie sich gemeinsam mit mir auf einen hoffentlich schönen Frühling. Ihnen allen wünsche ich schöne und erholsame Ostertage und Osterferien. Bleiben Sie gesund!

Herzlichst, Ihr
Ralf Claßen
Bürgermeister

Herr Ralf Claßen
Bürgermeister

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