Sprungmarken
Suchen
Suche
Suche
Dynamische Navigation einblenden
Sie befinden sich hier:
Startseite
Rathaus
Veröffentlichungen
Aldenhoven Info-Blatt
Aktuelles Grußwort

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, heute, kurz vor dem Nikolaustag, schreibe ich Ihnen dieses letzte Vorwort in diesem für uns alle erneut schwierigen Jahr 2021. Auch dieses Jahr wird uns allen unser Leben lang im Gedächtnis bleiben.

Für viele Menschen bleiben schöne und bemerkenswerte Lebensereignisse in Erinnerung. Für andere wird 2021 vielleicht auch als ein Jahr mit traurigen oder gar dramatischen Vorkommnissen in Erinnerung bleiben.

Erneut hat uns in diesem Winter eine Infektionswelle erfasst, die uns aktuell mit voller Wucht trifft. Wieder sehen wir uns mit vielen Infizierten auch in unserer Gemeinde konfrontiert und wieder liegen viele Menschen in den Krankenhäusern. Alle haben wir gehofft, dass mit den 2020 noch sehnlich erwarteten Impfungen die Corona-Pandemie zu Ende gehen würde. Das hat sich leider als Trugschluss erwiesen, was viele von uns nicht oder nur schwer nachvollziehen können. Das ist durchaus menschlich und verständlich. Es ist aber leider so, dass ein Virus etwas völlig Unkalkulierbares darstellt. Es hält sich nicht an Spielregeln und folgt keiner vorher festgelegten Dramaturgie. Die Menschheit sieht sich nicht zum ersten Mal in der modernen Zeit mit etwas konfrontiert, was sie trotz der enormen Fortschritte in Medizin und Technik nicht kontrollieren kann. Ich glaube, bei aller berechtigten Kritik an verschiedenen Maßnahmen und Prozessen können wir froh sein, dass überhaupt so schnell Impfstoffe entwickelt und international verfügbar gemacht wurden. Wir können froh sein, dass das Virus bislang nicht zu einer deutlich tödlicheren Variante mutiert ist, denn die Natur ist in der Lage, durchaus noch unvorstellbarere Dinge hervorzubringen. Ansatzweise erhalten wir eine Vorstellung davon, wenn wir die schlimmen Katastrophen betrachten, die sich in diesem Jahr ereignet haben oder derzeit noch ereignen.

Mitten in der eh schon belastenden Pandemielage wurden so viele Menschen auch in unserer Region durch die Jahrhundertflut um ihr Hab und Gut, Ihre Existenz und vielfach sogar um ihr Leben gebracht. Niemand hat damit rechnen können, aber jetzt wissen wir, dass uns allen so etwas passieren kann, wenn die Wetterparameter sich einfach nur ein wenig ungünstig zu einer solchen Lage entwickeln. Und auf La Palma lehrt uns die Natur derzeit, dass völlig unverhofft unter Umständen eine ganze Insel langsam durch einen nicht endenden Vulkanausbruch zerstört werden kann. Eine Lehre, die man daraus ziehen müsste ist, dass wir Menschen die Natur nicht kontrollieren können. Wir müssen froh sein, dass es lange Phasen gibt, in denen wir unser Leben so leben können, wie wir es lieben und es gewohnt sind. Wir müssen aber endlich auch erkennen, dass dieses Leben die Natur und unseren Planeten zunehmend zerstört und wir damit bildlich gesprochen den Ast ansägen, auf dem wir sitzen. Wir Menschen werden uns der Erkenntnis stellen müssen, dass wir uns ohne eine schnellen und ganz einschneidenden Wandel unserer Lebensweise selbst zerstören. Somit ist auch die kommende Bundesregierung in der Pflicht, hier endlich Maßnahmen zur Verhinderung eines weltzerstörenden Klimawandels zu ergreifen. Ich wünsche den Verantwortungsträgern, dass sie diese Erkenntnis erlangen und politische Kompromisse zu Lasten der dringend erforderlichen Schritte aufgeben. Und ich wünsche uns allen die Erkenntnis, dass auch jeder von uns dazu beitragen muss und dass Maßnahmen nicht nur außerhalb des eigenen Umfeldes erforderlich sind.

War dieses Jahr 2021 trotz aller Belastungen bei näherer Betrachtung nicht auch ein schönes Jahr? Ergaben sich gerade wegen der Beschränkungen nicht für viele Menschen auch Möglichkeiten durch das Zusammenrücken und das erzwungene Miteinander in den Familien? Hat Corona uns nicht auch gezeigt, dass und wie wir uns zusammenraufen müssen und können? Ganz viele Menschen haben Zusammenhalt bewiesen und sich auch in unserer Gemeinde für andere eingesetzt. Darauf können wir stolz sein. Und ich denke, das sollte uns auch Mut machen, nicht nur für die noch kommenden Monate der Pandemie, sondern auch darüber hinaus. Ich glaube, dass wir etwas aus dieser Krise auch lernen sollten und können, nämlich noch mehr Mitgefühl und Toleranz unseren Mitmenschen gegenüber.

In jedem Jahr am 5. Dezember begehen wir den internationalen Tag des Ehrenamtes. Ein guter und wichtiger Gedenktag, an dem auch ich an dieser Stelle allen ehrenamtlich Tätigen auch in unserer Gemeinde sehr herzlich für ihr Engagement danken möchte. Sei es in der täglichen Arbeit für andere hier vor Ort oder auch außerhalb unseres Gemeindegebietes, wie zum Beispiel im Rahmen der Flutopferhilfe. Ihnen allen gehört mein großer Respekt und Dank, denn sie tragen unsere Gesellschaft.

Jeden Morgen in der Adventszeit freue ich mich darauf, im Rathausfoyer unseren festlich geschmückten Weihnachtsbaum sehen zu können. In diesem Jahr haben die Kinder des Kindergartens St. Barbara mit viel Liebe den schönen Baumschmuck gebastelt. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön an alle Kinder und natürlich auch an die Erzieherinnen und Erzieher, die sie dabei begleitet und angeleitet haben.

Gemeinsam mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern freue ich mich darauf, auch 2022 wieder für Sie da zu sein. Sie können sich darauf verlassen, dass wir auch im kommenden Jahr alles daransetzen werden, die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen für Sie und mit Ihnen gemeinsam zu meistern. Wer weiß, vielleicht leben wir im kommenden Jahr ja schon im frisch umbenannten „Rurkreis Düren-Jülich“?

Ihnen allen wünsche ich, dass Sie im Kreis Ihrer Familien trotz der Beschränkungen einen fröhlichen, schönen Jahresausklang und eine besinnliche Weihnachtszeit verbringen können. Ich wünsche Ihnen auch im Namen unserer gesamten Gemeindeverwaltung allen, dass Sie gesund und standhaft bleiben. Halten Sie, halten wir gemeinsam durch – ich bin sicher, dass wir mit gegenseitiger Empathie und Zusammenhalt die Krise meistern werden. Bald, in hoffentlich absehbarer Zeit werden wir uns alle wiedersehen, bei den zahlreichen Anlässen und Festen in unserer Gemeinde. Darauf freue ich mich sehr!

Ihnen allen von Herzen viel Erfolg, Glück und Gesundheit!

Frohe Weihnachten und ein glückliches und gesundes Jahr 2022 wünscht Ihnen

Ihr Bürgermeister
Ralf Claßen

Suchen
Suche
Suche

Wir setzen Cookies ein, um die Nutzbarkeit unserer Seite zu optimieren. Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen über den Einsatz von Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung über folgenden Link.

Mehr Infos
Ralf Claßen Ralf Claßen
1 / 1