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Aktuelles Grußwort

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, derzeit folgt eine Veranstaltung auf die andere. Am zurückliegenden Wochenende fand nach Unterbrechung wieder ein indeland Triathlon statt.

Schwimmen im Blausteinsee, Radfahren im indeland und eine Laufstrecke in Aldenhoven, das waren auch diesmal die Zutaten für den bereits 15. indeland-Triathlon am 12. Juni 2022. Mit über 1.700 Triathleten war der Triathlon – wie vor der pandemiebedingten Pause – komplett ausgebucht. Erneut wirkten mehr als 500 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit großem Engagement mit und auch das tolle Wetter trug zum guten Gelingen bei. Allen Beteiligten, ob sportlich oder als Unterstützende sage ich ein herzliches Dankeschön. Es war eine Veranstaltung, die wieder Lust auf noch mehr Events macht.

Am kommenden Wochenende vom 17. bis 20. Juni stehen u.a. die gemeinsamen Feierlichkeiten des diesjährigen Schützenfestes der St. Sebastianus Schützenbruderschaft in Aldenhoven und der 1100 Jahrfeier Aldenhovens im Mittelpunkt der Aktivitäten. Als Vorsitzender des Festausschusses und als Bürgermeister heiße ich persönlich und im Namen der Gemeinde Aldenhoven alle Einwohnerinnen und Einwohner sowie unsere Gäste herzlich zu den Feierlichkeiten willkommen. Allen Aldenhovenerinnen und Aldenhovenern gratuliere ich sehr herzlich zu diesem besonderen Jubiläum ihres Heimatortes.

Aldenhoven wurde erstmalig im Jahr 922 urkundlich erwähnt, ist als Siedlung aber bekanntermaßen schon viel älter. Die anhand zahlreicher Funde und Bodendenkmäler nachweisliche Geschichte Aldenhovens reicht mehrere Jahrtausende zurück bis in die mittlere Jungsteinzeit, in der im 5. Jahrtausend v. Chr. Menschen der Rössener Kultur in einer großen Siedlung auf der so genannten Aldenhovener Platte lebten. Aldenhoven war auch Standort einer römischen Siedlung und überstand viele hundert Jahre später mit seiner damaligen Festungsmauer eine Belagerung durch spanische Streitkräfte im 30jährigen Krieg unbeschadet. Wieder rund 500 Jahre später hat Aldenhoven es sogar bis auf den Pariser Triumphbogen geschafft, wo des Sieges der französischen Truppen gegen die Preußen und Österreicher in der zweiten Schlacht von Aldenhoven gedacht wird. Stolz sein können wir u.a. auf unseren berühmtesten Sohn, Ludwig Gall, der nicht nur als „Retter des Moselweinbaus“, sondern auch als bekannter Erfinder und Sozialreformer in die Geschichte eingegangen ist. Stolz sein können wir auf alle Menschen, die zu allen Zeiten in Aldenhoven gelebt haben und Aldenhoven zu dem gemacht haben, was es heute ist. 

Baudenkmäler wie der Alte Turm und unser Ludwig-Gall-Haus sind immer noch sichtbare Zeugnisse und Zeugen der wechselhaften Aldenhovener Geschichte. Und während die Gnadenkapelle auch heute noch die lange Wallfahrtsgeschichte Aldenhovens dokumentiert, sind andere Denkmäler, wie beispielsweise die im Ende des 2. Weltkriegs zerstörte alte Wallfahrtskirche St. Martin, leider vergangen. Mit einer kleinen Artikelserie „Wussten Sie schon …?“ versuchen wir bereits seit einigen Wochen in diesem Magazin und auch über unsere sozialen Medienkanäle interessante Details zur Aldenhovener Geschichte zusammenzufassen. Dabei haben wir wertvolle Unterstützung u.a. durch die Schriftenreihe der Joseph-Kuhl-Gesellschaft zur Geschichte der Stadt Jülich und des Jülicher Landes, herausgegeben durch den Aldenhoven-Experten Prof. Dr. Günter Bers, und die Veröffentlichungen des „Förderverein Alt-Aldenhoven 2018 e.V.“ erhalten. 

Aber bei einem solchen Jubiläum, wie wir es in diesem Jahr feiern, geht es ja nicht nur um Erkenntnisse der Historiker – im Gegenteil: für den Historiker ist das Datum der Ersterwähnung allein von keiner wesentlichen Bedeutung, denn es sagt eben nichts über das tatsächliche Alter des Dorfes aus. Vor allem geht es darum, dass ein solches Jubiläum einen Anlass gibt, einmal inne zu halten und sich zu besinnen: auf die Geschichte unseres Ortes, auf die schweren und guten Zeiten, die seine Bewohnerinnen und Bewohner erlebt haben, und darauf, wie Aldenhoven zu dem geworden ist, was es heute ist: ein aufstrebender Ort. Und diese Besinnung, dieses Durchatmen bietet Grund zum Feiern: aus Dankbarkeit und Verbundenheit, aus Freude und aus Liebe zum Heimatort.

Die Menschen hier in Aldenhoven haben aufgrund des Zusammenhaltes in allen Lebensbereichen die sich ständig wandelnden Herausforderungen der Zeitgeschichte gemeistert. Das 1100jährige Dorfjubiläum bietet in vielfältiger Weise Gelegenheit, die ereignisreiche und abwechslungsreiche Entwicklung von Aldenhoven nachzuvollziehen.

Die Festwoche zum Jubiläum und die geplanten nachfolgenden Veranstaltungen im Jahresverlauf geben uns allen die Gelegenheit, uns wieder mit der Geschichte des Ortes vertraut zu machen in der Erinnerung an die Menschen, die dort lebten. Zu betonen ist die Selbstverständlichkeit, mit der sich die Bürgerinnen und Bürger der Geschichte ihres Gemeinwesens in Aldenhoven heute noch verpflichtet fühlen. Dies wird deutlich am großen Engagement, mit dem sich Initiativen und Vereine in den Erhalt der Erinnerung, unserer Traditionen und unseres Brauchtums, wie der Bergmännische Traditionsverein, die Aldenhovener „Spurensucher“, der Förderverein „Alt Aldenhoven“ sowie der Förderverein Gnadenkapelle Aldenhoven e.V. und die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Aldenhoven von 1450 einbringen. Darüber hinaus tragen selbstverständlich auch alle übrigen Ortsvereine und die Bürgerinnen und Bürger von Aldenhoven dazu bei, dass die Tradition bewahrt und das Gemeinwesen gestärkt wird.

Im Rahmen der Feiern begehen wir in einer kurzen Zeremonie im Rahmen des Festkommerses auch das 40jährige Jubiläum unserer Städtepartnerschaft mit unserer französischen Partnerstadt Albert. Über 40 Jahre haben hier viele Menschen aus Aldenhoven und Albert Freundschaften gebildet und zur Völkerverständigung beigetragen. Auch in diesem Jahr hat es bereits wieder Kontakte gegeben, die wir z.B. im Hinblick auf die Kooperation unserer Gesamtschule Aldenhoven-Linnich mit einer Partnerschule aus Albert weiter intensivieren möchten. Dies alles feiern wir am kommenden Wochenende gemeinsam mit Vertretern beider Partnerschaftskomitees.

Allen Beteiligten spreche ich meinen Dank aus für ihre hervorragende ehrenamtliche Mitarbeit im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten. Ein besonderes Dankeschön geht an meine Schützenschwestern und Schützenbrüder der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Aldenhoven von 1450, mit denen gemeinsam wir dieses Fest gestalten. Ohne sie wäre in der auslaufenden Pandemie mit der damit verbundenen kurzen Vorbereitungszeit unser Fest nicht möglich gewesen.

Ein solches Fest benötigt in der Vorbereitung und Umsetzung allerdings neben der organisatorischen auch finanzielle Unterstützung. Als Schirmherr und Vorsitzender des Festausschusses freue ich mich daher sehr, dass uns so viele in Aldenhoven ansässige Betriebe und Unternehmen sowie zahlreiche Einzelpersonen und Partner der Gemeinde so tatkräftig unterstützt haben und damit einen existenziellen Beitrag zu unseren Feierlichkeiten geleistet haben.

Ich bin stolz darauf, dieses wundervolle Ortsjubiläum während meiner Amtszeit mitzuerleben und mitgestalten zu dürfen. Lassen Sie uns gemeinsam dieses schöne Jubiläum angemessen feiern! Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich einen angenehmen Aufenthalt beim Besuch unserer Veranstaltungen zum 1100-jährigen Ortsjubiläum in Aldenhoven.

Außerhalb der Volksfeste und Events geht auch das Tagesgeschäft in unserer Gemeinde voran. In diesem Zusammenhang darf ich Ihnen berichten, dass der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung den Haushalt für das Jahr 2022 beschlossen hat. Kurz zusammengefasst: Die Realsteuersätze bleiben unverändert, das aufgrund der erheblichen Zusatzbelastungen unvermeidliche Haushaltsdefizit kann in diesem Jahr noch durch eine Entnahme aus der Rücklage aufgefangen werden. 

Leider wird in der Ukraine immer noch Krieg geführt und ein Ende ist nicht in Sicht. Ich wünsche Ihnen und uns allen von Herzen daher auch heute baldigen Frieden und weiterhin eine gute Zeit. Freuen wir uns auf einen hoffentlich schönen Sommer.

Bleiben Sie gesund, Ihr
Ralf Claßen
Bürgermeister

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