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Aldenhoven Info-Blatt
Aktuelles Grußwort

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es neigt sich nun auch das Jahr 2017 langsam wieder dem Ende entgegen. Wie ist es für Sie gelaufen? War es ein ereignisreiches oder eher ruhiges Jahr? Ein eher trauriges Jahr oder eines mit viel Freude?

Die dunkle und kalte Jahreszeit hat begonnen und allerorten öffnen bereits die Weihnachtsmärkte. Der ein oder andere steckt möglicherweise bereits mitten in den Planungen für Weihnachten oder die große Silvesterparty. Dieser Teil des Jahres ist die Phase, in der die Stärkungspaktkommune Aldenhoven ihren Haushalt aufstellen muss und die Gebührenkalkulationen für das kommende Jahr abgeschlossen werden. Hier hat die Kämmerei wieder in akribischer Weise vorgearbeitet und nach vorheriger Abstimmung mit den übrigen Verwaltungsfachbereichen rechtzeitig alle Berechnungen fertiggestellt. In der Gemeinderatssitzung am 16. November habe ich dann den Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 eingebracht. Er beinhaltet geplante Erträge in Höhe von rund 34,940 Mio. Euro, denen voraussichtliche Aufwendungen von mehr als 34,931 Mio. Euro gegenüber stehen. Wie es uns der Gesetzgeber als Stärkungspaktkommune vorschreibt, weist der Haushaltsentwurf mit ca. + 8.524 Euro eine so genannte „schwarze Null“ als Ergebnis aus.

Mit zurückhaltender Freude können wir feststellen, dass wir dieses Ergebnis eines erneut ausgeglichenen Haushalts ohne eine erneute Anpassung der Hebesätze erzielen werden. Das bedeutet, dass wir auch die mit dem Sanierungsplan 2017 bereits beschlossene Anhebung für das Jahr 2018 von 880 Punkten auf 896 Punkte bei der Grundsteuer B nicht vornehmen werden müssen. Der Hebesatz für die Grundsteuer B bleibt somit stabil bei 880 Punkten.

Meine Zurückhaltung bei aller Freude darüber resultiert daraus, dass wir eine begrüßenswerte Stabilität erst auf einem solch hohen Niveau erreichen konnten. Immerhin: Die Verwaltung schlägt dem Rat vor, nahezu alle Gebührensätze zu senken. Der Gemeinderat wird den Haushaltsentwurf bis zur nächsten Ratssitzung am 14.12.2017 beraten und dann darüber abstimmen.

Insgesamt können wir in diesen Tagen ein wichtiges Signal für Aldenhoven aussenden: Unsere gemeinsamen Konsolidierungsbemühungen zeigen Erfolg. Es geht nicht mehr nur nach oben mit den Steuern und Abgaben. Aufgrund der strengen Sparvorgaben hat sich auch der Pro-Kopf Schuldenstand unserer Gemeinde im regionalen und überregionalen Vergleich deutlich reduziert, was sich bei steigenden Zinsen in der Zukunft positiv auf die zukünftigen Haushalte auswirken wird. Und: die Verwaltung wird auch weiterhin alles Mögliche tun, um die Belastung der Bürgerinnen und Bürger so niedrig wie möglich zu halten.

Es bleibt allerdings dabei, dass sich die gerade externen Einflüsse zunehmend unbeherrschbarer auf die kommunalen Haushalte auswirken. Beispiele sind einerseits die Erhöhung der Krankenhausumlage durch die neue Landesregierung, die sicherlich gut und wichtig für die Krankenhäuser ist, den Gemeindehaushalt 2018 aber zusätzlich mit rund 87.000 € belastet. Darin ist die nur aufgeschobene Zahlung für das Jahr 2017 noch nicht einmal erhalten. Gleichzeitig spülen die gute Konjunktur und dadurch sprudelnde Steuereinnahmen und Förderprogramme, z. B. für die Kinderbetreuung und Schulen, zusätzliche Mittel auch in unsere Kassen. Aufgrund der Systematik der Kommunalfinanzierung verringern sich dadurch aber gleichzeitig die Schlüsselzuweisungen des Landes und es erhöhen sich die Umlagezahlungen an den Kreis.

Finanzielle Risiken bestehen auch im kommenden Jahr u.a. durch den aufgrund steigender Nachfrage zunehmenden Kinderbetreuungsbedarf. Hier befinden wir uns mit dem Kreisjugendamt und einzelnen Trägern bereits in Gesprächen über möglicherweise erforderliche Kapazitätsausweitungen. Von erheblicher Bedeutung für die Stabilisierung unserer Schullandschaft wird die anstehende Entscheidung über die weitere Verwendung der Schulgebäude und den weiteren Verbleib oder den möglichen Umzug der Grundschule und der Gesamtschule Aldenhoven/Linnich (GAL) in Aldenhoven. Wir werden im Schulausschuss und Gemeinderat sehr zeitnah die Festlegung für die weitere und nachhaltige räumliche Unterbringung der Gesamtschule treffen und dies mit der GAL abstimmen. Mit dieser Entscheidung werden dann auch die ggf. jetzt noch erforderlichen Investitionen nach und nach möglich. Damit kommen wir als Schulträger dem gemeinsamen Auftrag nach, in Aldenhoven zukünftig bis zur Klasse 8 und in Linnich ab der Klasse 9 eine hervorragende Bildungseinrichtung anzubieten.

Am 10. November feierte die Gesamtschule die feierliche Eröffnung ihres neuen Schulstandortes in Linnich, wo zukünftig die Schülerinnen und Schüler ab der 9. Klasse beschult werden. Ich sehe unsere weiterführende Schule gut dafür gerüstet, den Schülerinnen und Schülern Wissen und Können in den verschiedensten Fächern und in einem gewissen Umfang zudem Bildung und Werte zu vermitteln, sie zu erziehen und zu sich verantwortlich in die Gesellschaft einbringenden Persönlichkeiten zu formen. Schulen können allerdings heutzutage die Aufgabe der Entwicklung von Schülern zu mündigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten zu ihrem Teil erfüllen. Sozialisierung und Formung eines Kindes zu einer solchen verantwortungsvollen Persönlichkeit könne aber nicht durch die Schule allein erfolgen, wie es manchmal erwartet wird. Hier sind auch und vor allem die Elternhäuser in der Pflicht.

Die Entwicklung unserer Gemeinde geht weiterhin gut voran. Wir konnten im vergangenen Jahr mehrere Betriebsneuansiedlungen verzeichnen bei gleichzeitig ebenfalls mehreren Betriebserweiterungen. Auch für das kommende Jahr gibt es bereits eine relevante Anzahl von Anfragen für Neuansiedlungen, Neubauten und Erweiterungen im Gewerbebereich. Neben den bereits in der Umsetzung befindlichen Neubauprojekten laufen aktuell bereits mehrere Bebauungsplanverfahren für Neubaugebiete im Wohnungsbau, die voraussichtlich im kommenden Jahr begonnen werden.

Vor kurzem konnten die Verwaltung im Regionalgespräch mit der Bezirksregierung zudem gute Zwischenergebnisse für die Gemeinde auf dem Weg zum neuen Regionalplan erzielen. Hier wird die weitere Entwicklung im formalen Verfahren zur Neufassung des Regionalplans zeigen, ob diese am Ende auch umgesetzt werden können.

Ein schöner Erfolg war der Skateboard Workshop, den wir gemeinsam mit dem Sponsor innogy und dem Verein Skate-Aid auf der Skateranlage neben dem Aldenhovener Sportplatz für unsere Kinder durchführen konnten. Aldenhoven möchte mehr für seine Kinder und Jugendlichen tun. Deswegen freue ich mich ganz besonders, dass es uns gemeinsam mit unserem Partner innogy gelungen ist, diesen kostenlosen Workshop zu uns nach Aldenhoven zu holen. Besonders klasse fand ich für die Kids, dass alle die Boards nach dem Workshop behalten konnten. Weitere Boards durfte ich im Anschluss noch an die offene Jugendarbeit in Aldenhoven und Siersdorf sowie an den Jugendrat verteilen. Eine tolle Sache!

Im September 2016 startete das dreijährigen Förderprojekt „Seniorenfreundliche Gemeinden (SFC)“. Ziel des Projekts ist die Realisierung von seniorenfreundlichen Gemeinden, in denen eine gute Versorgung und Pflege sowie die Umsetzung des Inklusionsgedankens für ältere Menschen mit beginnender Demenz und/oder Altersdepression und deren versorgende Angehörige eine Selbstverständlichkeit sind. An diesem Projekt arbeiten neun euregionale Partner mit 32 Kommunen innerhalb der Euregio Maas-Rhein zusammen. Aldenhoven soll sich stetig zur familien- und seniorenfreundlichen Gemeinde weiter entwickeln. Wir haben uns daher gemeinsam mit dem InGMo - Institut für Gesundheit und modulare Pflege um die Teilnahme an dem Förderprojekt beworben und erfreulicherweise auch eine Förderzusage erhalten. Ab dem Frühjahr werden wir entsprechend geförderte Maßnahmen in unserer Gemeinde umsetzen.

Es beginnen nun auch in unserer Gemeinde die vorweihnachtlichen Feiern und Veranstaltungen, wie z. B. die Aufführung des Weihnachtsmärchens des Siersdorfer Theatervereins (01. und 03.12.2017), der Gorettibasar in Aldenhoven (03.12.2017) sowie die verschiedenen Nikolaus-, Advents- und Weihnachtsmärkte in den einzelnen Ortschaften. Ich möchte Ihnen alle diese Veranstaltungen ans Herz legen, denn sie werden mit Sicherheit wieder sehr schön und alle Veranstalter freuen sich jetzt bereits auf Sie als Besucher.

Ich selbst freue mich darauf, Sie ggf. dort zu sehen und wünsche ihnen bis dahin wie immer von Herzen: Bleiben Sie gesund!

Herzlichst, Ihr
Ralf Claßen
Bürgermeister

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