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Aktuelles Grußwort

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir befinden uns mitten in den Ferien, im so genannten „Sommerloch“, aber der Sommer selbst hinterlässt bislang ein sehr durchwachsenes Bild.

Gleichwohl hoffe ich, dass Sie die Zeit mit Ihren Familien genießen können. Nicht ganz so glücklich sind derzeit unsere Landwirte, denn die Ernteergebnisse scheinen sich unterschiedlich darzustellen. Während man sich bezüglich der Weizenernte Sorgen zu Ertragsmenge und Qualität machen muss, werden die Zuckererträge voraussichtlich tendenziell deutlich über denen des Vorjahres liegen. Hoffen wir gemeinsam für unsere Landwirte, dass sie insgesamt eine gute Ernte einfahren.

Die Zeit des Urlaubs ist vielfach auch eine Zeit des Nachdenkens und der Reflexion. Auch ich habe die Zeit genutzt, um über das Vergangene, die aktuelle Situation unserer Gemeinde, in NRW und Deutschland und über die Planungen für die Zukunft nachzudenken. Hilfreich ist dabei manchmal insbesondere die Sichtweise von Externen. Bei verschiedenen Diskussionen im Kleinen zur Kommunalpolitik aber auch im Großen zur „Lage der Nation“ erhält man durchaus nicht selten eine ganz andere Sicht auf die Dinge. Haften blieb bei mir die Feststellung eines älteren Österreichers, dem die vielfach pessimistische Einschätzung der Deutschen über ihre Lage und Zukunft doch sehr suspekt vorkommt. Er wäre froh, in Österreich solche Rahmenbedingungen wie wir in Deutschland zu haben. Was er mitbekäme, sei vielfach Jammern auf hohem Niveau. Ist das tatsächlich so? Zumindest sollte man - natürlich differenziert - darüber einmal nachdenken.

Diesbezüglich war in diesen Tagen der Besuch eines Journalisten des Dürener Lokalradiosenders Radio Rur interessant, der im Aldenhovener Rathaus ein längeres Interview mit mir durchgeführt hat. In diesem Rahmen sind wir u. a. auf die aus Sicht des außenstehenden Journalisten durchaus positiven Entwicklungen der vergangenen drei Jahre eingegangen und haben die aktuellen Perspektiven beleuchtet.

Gute Nachrichten gibt es beispielsweise erneut aus dem Campus Aldenhoven in Siersdorf zu berichten. Bei einem meiner regelmäßigen Unternehmensbesuche teilte mir die Geschäftsführung der Firma Omnifol mit, dass man durch den Bau einer zusätzlichen, neuen Fertigungslinie zeitnah zu einer deutlichen Ausweitung der Kapazitäten und damit auch des Umsatzes kommen wird. Eine Entwicklung, die sich mittel- bis langfristig sowohl durch höhere Einnahmen für die Gemeinde als auch durch zusätzliche Arbeitsplätze darstellen wird.

Mit konkreten Expansionsgedanken tragen sich u.a. auch die Unternehmen Indeplastik und Offergeld im Aldenhovener Industriegebiet. Wir unterstützen als Verwaltung die Firmen durch durchweg engen Kontakt und gemeinsames Vorgehen, um zu für alle Beteiligten bestmöglichen Ergebnissen zu kommen.

Längere Zeit als ursprünglich erwartet hat sich das Baugenehmigungsverfahren der Firma Autoteile Becker aus Titz-Jackerath hingezogen, aber nun liegt die Baugenehmigung vor. In Kürze können die Bauarbeiten an der neuen Halle des Betriebs im Aldenhovener Industriegebiet beginnen. Mit dem endgültigen Umzug des Betriebes nach Aldenhoven kann damit wohl spätestens zu Beginn des kommenden Jahres gerechnet werden.

Die teils durch Verschleiß erforderliche Sanierung und Auffrischung der Spielplätze im Gemeindegebiet ist an vielen Stellen zwischenzeitlich abgeschlossen. So konnten beispielsweise die Anlagen im Urweg in Aldenhoven und in Schleiden wieder eröffnet und für die Benutzung freigegeben werden. Auf dem Dorfplatz in Siersdorf wird derzeit ein separater Bereich für ältere Kinder und Jugendliche eingerichtet. Eine Schutzhütte bietet hier zukünftig Schutz bei schlechtem Wetter und eine Sitzecke und eine Außentischtennisplatte werden zum Verweilen und zu sportlichem Spiel einladen. Es ist zu hoffen, dass dieser Bereich nach Fertigstellung von unseren jungen Mitbürgerinnen und Mitbürgern entsprechend gewürdigt und in seinem ursprünglichen Zustand erhalten wird.

Im Aldenhovener Römerpark wird nach der Sommerpause der Outdoor-Fitnesszirkel errichtet und dann der Öffentlichkeit in einer kleinen Zeremonie übergeben werden. Hierzu werden wir über die verschiedenen Nachrichtenkanäle der Gemeinde gesondert einladen.

Bereits häufiger bin ich darauf eingegangen, dass ich unsere Gemeinde Aldenhoven hin zu einer familien- und seniorenfreundlichen Gemeinde entwickeln möchte. Entgegen der vielfach geäußerten Erwartungshaltung ist dies aber nicht von heute auf morgen möglich. Es handelt sich dabei tatsächlich um einen mehrjährigen Prozess, der auf verschiedensten Ebenen stattfindet, viele Bausteine umfasst und vielfach nur langsam, aber stetig vonstatten geht. Manchmal, wie im Fall des Jugendtreffs „Youngside“ zwingen uns aktuelle Entwicklungen auch dazu, zusätzlichen zeitlichen und monetären Aufwand und damit Verzögerungen in Kauf zu nehmen.

Bezogen auf unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger entsteht durch eine möglichst seniorengerechte Gestaltung der Gemeinde Aldenhoven ein dringender Handlungsbedarf auf verschiedenen Ebenen. Ziel ist es, die Bedürfnisse und möglichen Probleme unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Zukunft zu erkennen und dafür Lösungen zu erarbeiten. Ergänzend sollen Informations- und Betreuungsbedürfnisse erschöpfend befriedigt und die Teilnahme am sozialen und gesellschaftlichen Zusammenleben sichergestellt werden. Parallel zu vielen anderen Dingen arbeiten wir daher an der Entwicklung eines kommunalen seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes unter Beteiligung der mittel- und unmittelbar Betroffenen sowie unter Einbindung der bereits bestehenden Initiativen und Angebote.

Aus diesem Grund nimmt die Gemeinde Aldenhoven als eine von 31 Kommunen gemeinsam mit dem InGMo - Institut für Gesundheit und modulare Pflege aus Aldenhoven am Euregionalen Projekt Seniorenfreundliche Gemeinden teil. Ziel dieses Projektes ist die Schaffung von seniorenfreundlichen Gemeinden, die sich durch ihre Versorgungs-, Versorger- und Inklusionsfreundlichkeit auszeichnen. Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf der psychischen Gesundheit, insbesondere im Hinblick auf dementielle Veränderungen und Altersdepression. Das Projekt wird durch die Stiftung euPrevent | EMR unterstützt und durch das Interreg V-A Förderprogramm der Euregio Maas-Rhein gefördert. Nach der gemeinsamen Analyse erhält jede Gemeinde ein Angebot, welches auf die lokalen Bedürfnisse insbesondere der drei besonderen Zielgruppen (Menschen, die momentan in der Altersversorgung tätig sind; potentielle Pflegekräfte sowie Senioren mit beginnenden Altersdepressionen und/oder Demenz) zugeschnitten ist.

Der von der vorübergehenden Schließung betroffenen Aldenhovener Jugendtreff „Youngside“ erhält eine neue Perspektive. Mit den auf meinen Antrag hin bewilligten Fördergeldern sind wir in der Lage einen neuen Jugendtreff an der Pützdorfer Straße zu errichten. In wenigen Monaten kann die bisher in der Holzbaracke am Pestalozziring erfolgte Jugendarbeit dort in neuen Räumlichkeiten wieder aufgenommen werden.

Ich bin überzeugt davon, dass unsere Gemeinde von diesen und von weiteren Projekten profitieren wird.

Eine Erfolgsgeschichte mit Potenzial wird ohne Zweifel auch der Immobilienbau der gemeindeeigenen WOGA in der Frauenrather Straße. Mitte Juli konnten wir gemeinsam mit dem Architekten, den arbeitenden Firmen und zahlreichen geladenen Gästen das Richtfest für die beiden derzeit im Bau befindlichen Gebäude feiern. Für die 20 Wohnungen, die zwischen 60 und rund 100 qm Quadratmetern groß sein werden, sind laut WOGA bereits jetzt rund 100 Reservierungen und Interessensbekundungen eingegangen.

Gerne lade ich Sie bereits heute zu unserem nächsten Fest der Nationen ein, das am Samstag, den 16.09.2017 wieder von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf dem Schulhofgelände der Gemeinschaftshauptschule Aldenhoven stattfinden wird. Gemeinsam mit den veranstaltenden Vereinen und Institutionen würde ich mich sehr freuen, wenn Sie möglichst zahlreich daran teilnehmen. Auch diesmal erwartet Sie wieder ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Kindertanzgruppen und vielen anderen Attraktionen. Unsere Kindergärten und Schulen bieten diverse Mitmach-Spiele an und natürlich ist auch wieder für das leibliche Wohl mit internationalen Spezialitäten und einem Kuchen-Buffet gesorgt. Weitere Hinweise zum Fest finden Sie in diesem Heft.

Für die kommenden Wochen wünsche ich Ihnen einen schönen Abschluss der Sommerferien.

Erholen Sie sich gut und bleiben Sie gesund, Ihr

Ralf Claßen
Bürgermeister

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