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Aldenhoven Info-Blatt
Aktuelles Grußwort

Aktuelles Grußwort des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Sommer läuft in diesem Jahr nicht langsam an, sondern er hat in der zurückliegenden 26. Kalenderwoche mit Rekordtemperaturen gleich mächtig losgelegt.

Im Urlaub schön und erwünscht, belastet viele Menschen die Hitze im Alltag doch sehr. Wer sich bei dieser Witterung körperlich betätigen will, sollte das nach Möglichkeit in den noch einigermaßen kühlen Morgenstunden tun. Ich selbst nutze die Zeit regelmäßig für eine frühe Joggingrunde vor der Arbeit in den Feldern rund um Siersdorf. Zahlreiche Aldenhovenerinnen und Aldenhovener zieht es gleichzeitig in den Römerpark, wo man insbesondere am Morgen ein reges Treiben an der Outdoor-Fitnessanlage beobachten kann, die offenbar und erfreulicherweise gerne genutzt wird. Genau das war seinerzeit die Intention aller Beteiligten bei unserer gemeinsamen Ruderaktion zur Finanzierung der Anlage und die hat sich ganz offensichtlich gelohnt.

Bundesweit und auch in vielen Orten der Region wird in den Kommunalparlamenten über einen standardisierten Antrag der Grünenfraktionen diskutiert, den Klimanotstand für die betreffenden Kommune auszurufen und in der Folge ein Maßnahmenpaket umzusetzen. Damit sollen alle Kräfte aus Politik und Bevölkerung gebündelt werden, um gemeinsam sofortige und entschlossene Schritte Anstrengungen zum Klimaschutz zu leisten. Es handelt sich dabei um DAS aktuelle Thema, welches uns und unstreitig die Zukunft der Welt, wie wir sie kennen betrifft. Vor diesem Hintergrund war und ist für mich auch völlig klar, dieses Thema in den Gremien der Gemeinde zu diskutieren und nicht aus irgendwelchen formalen Gründen abzulehnen. Klimaschutz ist wichtig und wir alle müssen umdenken. Doch eine rein ideologische Herangehensweise an dieses Thema unter Verkennung oder Vernachlässigung von Fakten und Realitäten alleine reicht nicht. Wir dürfen in unseren Diskussionen nicht die Augen vor der Realität verschließen. Von daher finde ich es wichtig, dass der Rat der Gemeinde Aldenhoven in seiner letzten Sitzung auf meinen Vorschlag hin beschlossen hat, den eingegangenen Standardantrag abzulehnen und nicht den "Klimanotstand" für die Gemeinde Aldenhoven auszurufen, gleichzeitig aber das Thema "Klimaschutzmaßnahmen in der Gemeinde Aldenhoven" auf die Agenda des für Umweltfragen zuständigen Bauausschusses zu setzen und dort in der Folge nach Lösungen zu suchen.

Derzeit - wie in jedem Sommer - erreichen mich zahlreiche Beschwerden über die Sauberkeit der Beete und Anlagen im gesamten Gemeindegebiet. Das Spektrum reicht dabei von freundlicher persönlicher Anfrage bis hin zu anonymen Briefen mit schon rüderen Formulierungen. Zunächst darf ich Ihnen versichern, dass ich wie alle Verantwortlichen in der Verwaltung und auf dem Baubetriebshof sehr wohl diesen kritisierten Zustand kenne und auch nicht zufrieden damit bin. Bereits in meinem letzten Vorwort habe ich die Situation angesprochen und empfohlen, vielleicht alle die Pflanzen dort, wo sie eigentlich nicht vorgesehen sind, derzeit etwas entspannter, als sonst zu sehen - insbesondere vor dem Hintergrund, dass mehr Grün auch mehr Natur bedeutet. An dieser Stelle kollidieren leider die Forderungen der Freunde eines "sauberen" Ortsbildes mit denen der Naturfreunde unter uns, die eher naturbelassenen Grünanalagen bevorzugen.

Hinzu kommen Bearbeitungsvorgaben, wie zum Beispiel am Rande der auch ortsdurchläufigen Gewässer. In Aldenhoven ist davon der Merzbach betroffen, dessen Pflege an den Uferbereichen in die Zuständigkeit des Wasserverbandes Eifel-Ruhr fällt. Dieser führt jährlich turnusmäßige Unterhaltsarbeiten in der Ortslage Aldenhoven zwischen der 27. und 29. Kalenderwoche durch. Man darf nach dem Gewässerunterhaltungsplan an allen Gewässern erst nach dem 15.Juni mit den Mäharbeiten beginnen es sei denn, dass es sich um hochwassergefährdete Gewässer handelt. Diese Arbeiten, von denen u.a. auch die Straßen Am Römerpark und An der Bleiche betroffen sind, entziehen sich somit unserem Einfluss.

Auch im Gemeinderat, der über den Stellenplan der Verwaltung bestimmt, setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass die beschlossenen Sparmaßnahmen und die damit verbundene Absenkung von Pflegestandards auf Dauer den Bürgern nicht zugemutet werden können. Wir werden versuchen, hier zukünftig Verbesserungen zu erzielen.

Beim Großprojekt Campus Aldenhoven sind Fortschritte zu verzeichnen. In Kürze werden wir die Ergebnisse des mit rund 50.000 Euro geförderten "Umsetzungsdrehbuchs Campus Aldenhoven" in den Händen halten, das die Grundlage für die weiteren Entwicklungsschritte des im geplanten Endausbau nahezu 200 Hektar großen Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandortes im Bereich Automotive/autonomes Fahren bilden wird. Mit ca. drei Hektar mutet die unmittelbar benachbarte Fläche an der Heidgasse neben dem gemeindlichen Baubetriebshof dagegen recht klein an. Sie besitzt aber einen großen Wert, denn sie stellt aktuell die einzige sofort verfügbare Ansiedlungsfläche für Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet dar. Entsprechend groß ist die Nachfrage von lokalen und externen Betrieben mit Ansiedlungs- bzw. Erweiterungsbedarf. Mehr als ein Dutzend Unternehmen haben bereits ihr Interesse angemeldet. Vor diesem Hintergrund halte ich es für problematisch, wenn per politischer Entscheidung die Nutzung dieses Areals dahingehend eingeschränkt wird, dass nur Unternehmen im Bereich Mobilität in Anlehnung an den benachbarten Campus Aldenhoven zugelassen werden sollen. Unsere Unternehmen sowie ernsthafte externe Interessenten werden quasi aus Aldenhoven vertrieben, obwohl auf dem jetzigen Campus Gelände selbst noch nicht alle zur Verfügung stehende Flächen belegt sind. Dies wird von unseren Unternehmern zu Recht massiv beklagt, während ihre mögliche Ansiedlung auf der betreffenden Fläche von Einzelnen als perspektivlos bezeichnet wird. Dem halte ich entgegen: Wer unsere eigenen lokalen Unternehmen und die Ansiedlung von externen Unternehmen in Aldenhoven als perspektivlos bezeichnet, hat ganz offensichtlich von Wirtschaftsförderung keine Ahnung! Mit den Folgen solcher Fehlentscheidungen und Versäumnisse in der Vergangenheit müssen wir heute in Aldenhoven leben.

Ein etwas erfreulicheres Thema ist die zunehmende Sanierung und Erweiterung unserer gemeindlichen Spielplätze. Leider mussten in den zurückliegenden Jahren unter Berücksichtigung von Nutzungsanalysen und der Restriktionen des Stärkungspaktes einige Spielplätze in Aldenhoven und Siersdorf geschlossen werden. Im Gegenzug konzentrieren wir uns verwaltungsseitig auf die Sanierung und Erweiterung der verbleibenden elf gemeindlichen Spielplätze im öffentlichen Raum, die nach und nach erfolgt bzw. erfolgen wird. Gerade in diesem Jahr sind bereits die Spielplätze in Niedermerz und Dürboslar komplett überarbeitet worden, die Spielplätze im Römerpark und auf dem Siersdorfer Dorfplatz wurden bzw. werden aktuell durch neue Spielgeräte weiter ausgebaut. In der Folge werden wir uns auch die übrigen Plätze intensiv ansehen und auch hier zu einer deutlichen Aufwertung kommen.

Die Sommerferien stehen kurz bevor und viele von Ihnen werden nun in den verdienten Jahresurlaub fahren oder sich zuhause in unserer Gemeinde ein paar schöne Tage machen. Egal, wo Sie Erholung suchen und hoffentlich auch finden: ich wünsche Ihnen eine schöne und erlebnisreiche Zeit gemeinsam mit Ihren Familien und Freunden.

Bleiben Sie gesund. Herzlichst,

Ihr
Ralf Claßen
Bürgermeister

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